4. Planungskredit Neubau Turnhalle

Ausgangslage

Die Turnhalle Birkenweg wurde 1985 erbaut. Es handelt sich um eine Einfachhalle mit Werkräumen im Untergeschoss. Für die Schule besteht aufgrund der Schülerzahlen der Bedarf nach einer zusätzlichen Halle. 2016 sprach sich der Gemeinderat für die Weiterverfolgung des Neubaus einer Dreifachturnhalle aus. Am 26. September 2021 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Baukredit für den Neubau mit Erschliessung abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde der Baukredit für den Bau einer Tiefgarage anstelle von oberirdischen Parkplätzen.

Kurz nach dem Nein an der Urne wurde eine neue Planungskommission, bestehend aus folgenden Personen, eingesetzt:

  • Gabriel Walzthöny, Mitglied Schulkommission, Präsident
  • Kurt Baumann, Gemeindepräsident
  • Peter Lenz, Sirnach
  • Markus Mettler, Sirnach
  • Beat Senti, Sirnach
  • Manuela Fritschi, Gemeindeschreiberin, Protokoll

Die Planungskommission hat an vier Sitzungen ein bereits im Entwurf ausgearbeitetes Konzept verfeinert. Neben dem Einbezug der Aussenanlagen wurde auch der Erhalt der Turnhalle Birkenweg intensiv diskutiert. Ein weiterer Grundsatz war der Fokus auf die Funktionalität, wobei die Funktion die Ästhetik nicht ausschliesst. Nicht zuletzt soll mit dem Neubau der Halle eine langfristige Wirtschaftlichkeit verfolgt werden.

Unterschiede zu Diaphane

Eigenschaft / Kriterium Projekt II Projekt Diaphane
Hallengrösse Länge=45m
Breite=25m
Höhe=8m
Länge=49m
Breite=28m
Höhe=9m
(BASPO-Norm für Dreifachhalle)
Verfahrensart – Wahl Projektleiter
– Gesamtleistungswettbewerb (TU) mit Präqualifikation
Wettbewerb nach SIA 142
Standort der neuen Halle Variante Volley 2 Zwischen Volley 2 und bestehender TH Birkenweg
Zukunft bestehende Turnhalle Birkenweg Offen – Wird erst später mit neuem Konzept entschieden Rückbau und Erhalt Werkräume
Bauart der neuen Halle Offen, wird mit Wettbewerb bestimmt – Beton (Untergeschoss)
– Holzkonstruktion (Hochbau)
Befensterung Grossflächig 1 Seite (Norden), weitere kleine Fenster für natürliche Belichtung und Belüftung Grossflächig 4 Seiten
Parkierung 27 PP oberirdisch 26 PP oberirdisch mit Option Tiefgarage 35 PP
Erschliessung bzw. Zufahrt für ein neues Projekt Von Norden ab Q20-Kreisel, neue Strasse bis Abzweigung Flurstrasse Von Norden ab Q20-Kreisel, neue Strasse bis ca. 50 Meter nach Abzweigung Flurstrasse
Wärmeerzeugung Luft-/Wasser-Wärmepumpe Anschluss an bestehendes Heizsystem Grünauareal (Gas-Blockheizkraftwerk)
Zugang zu Geräteraum Von Norden ebenerdig Von Norden ebenerdig
Trockenplatz (roter Platz) Bestehender Trockenplatz bleibt am heutigen Standort bestehen Bestehender Trockenplatz wird verschoben und neu gebaut
Gastronomie / Küche Keine Produktionsküche, sondern eine auf die Vereinsbedürfnisse ausgerichtete Küche Regenerationsküche
Zuschauerbereich Galerie für ca. 300 Zuschauer Galerie für 300 Zuschauer
Gesamtkosten CHF 10.650 Mio. (inkl. Reserve, Planungskosten, Erschliessung, Umgebung und CHF 300’000.00 für regionale Vergaben, exkl. Sanierung alte Turnhalle) CHF 15.485 Mio. (inkl. Reserve, Erschliessung, Umgebung, Rückbau alte Turnhalle und Erschliessung Werkräume, exkl. Option Tiefgarage, Planungskosten)
Aussenbereich überdacht Ca. 180 m2 ca. 40 m2 Vordach
Photovoltaikanlage Ganze Dachfläche Minimale Fläche um Energievorschriften zu erfüllen
Aussengeräteraum Ja Ja
Aussen WC-Anlage Ja Ja

Vereinsbefragungen und Resonanzgruppe

Mit allen Vertreterinnen und Vertreter der grossen Sport treibenden und Sport nahen Vereinen wurden Einzelgespräche geführt, die Bedürfnisse abgeholt und zusammengetragen. Die Aktennotizen sind auf der Homepage www.sporthalle-sirnach.ch einsehbar. Gleichzeitig wurde eine Resonanzgruppe gebildet. Interessierte Personen erhielten die Möglichkeit, an zwei Terminen (am 19. März 2022 und 17. September 2022) das vorgestellte Konzept zu kommentieren und direkt Rückmeldungen zu geben. Rund 25 Personen nutzten das Gefäss und konnten wertvolle Hinweise einbringen, die ins Konzept eingeflossen sind.

Mit der Erstellung der Webseite www.sporthalle-sirnach.ch stellt die Planungskommission der interessierten Bevölkerung sämtliche Informationen jederzeit zur Verfügung. Die überarbeiteten Unterlagen wurden laufend auf der Webseite aktualisiert.

Turnhalle Birkenweg

Die Planungskommission hat sich als Grundlage für die Neukonzeption vertieft mit der bestehenden Turnhalle Birkenweg auseinandergesetzt, weil der Entscheid Erhalt oder Abbruch des bestehenden Gebäudes städtebaulich, funktional und wirtschaftlich eine entscheidende Rahmenbedingung darstellt.

Bei der bestehenden Turnhalle Birkenweg handelt es sich um eine Einfachhalle mit Werkräumen im Untergeschoss. Die grosszügigen Werkräume befinden sich in einem funktionsfähigen Zustand und sind mit entsprechenden Anlagen ausgestattet. Eine energetische Beurteilung der Gebäudehülle aus dem Jahr 2015 (Studer + Strauss AG, St. Gallen, 4.12.2015) kommt zum Schluss, dass der Zustand der Turnhalle bezüglich der Gebäudehülle energetisch mangelhaft ist und empfiehlt eine Gebäudesanierung mit energetischer Ertüchtigung.
Die Schule benötigt zwingend die Werkräume im Untergeschoss. Diese ohne einen valablen Ersatz, zurückzubauen ist somit keine Option. Aus Perspektive der Schule wird die alte Turnhalle Birkenweg nicht mehr als Turnhalle benötigt. Aus der Perspektive der Vereine, Sport und Freizeit könnte die Turnhalle weiterhin gut für verschiedene Sportarten sowie für Vorschulsport oder ausserschulische Aktivitäten genutzt werden. Die Halle ist voll funktionsfähig und die sportliche Infrastruktur ist vorhanden.

Mehr als die Hälfte der CO2-Emissionen der Bau- und Immobilienindustrie wird in der Erstellungsphase verursacht. Der Abbruch eines noch funktionstauglichen Gebäudes bewirkt die Vernichtung von beträchtlicher grauer Energie, widerspricht den Ansprüchen an eine ressourcenschonende Energie- und Klimapolitik und wäre nur gerechtfertigt, wenn es wirtschaftlich unzumutbar wäre. Durch eine im Sommer 2022 in Auftrag gegebene Studie, sind die Kosten für eine umfassende Sanierung der Turnhalle Birkenweg durch das Architekurbüro buvag bau- und verwaltungs ag, Sirnach, detailliert ermittelt worden und liegen bei CHF 1.36 Mio. Dies entspricht weniger als der Hälfte des aktuellen Gebäudeversicherungswertes. Ein Abbruch würde entsprechend Vermögenswerte der Gemeinde Sirnach vernichten. Ein Abbruch könnte wirtschaftlich und politisch allenfalls auch dadurch gerechtfertigt werden, wenn nur an dieser Stelle eine Weiterentwicklung der Schulinfrastruktur umgesetzt werden könnte. Dies ist nicht der Fall – im Gegenteil: der Erhalt des Gebäudes ist auch nachbarschaftsrechtlich von Vorteil. Die Planungskommission ist deshalb zum Schluss gekommen, dass die Bausubstanz der bestehenden Turnhalle Birkenweg zwingend zu erhalten ist.

Im Rahmen der Diskussion der Planungskommission mit den interessierten Vereinen und Organisationen ist von Seiten der IG Sport Sirnach die Frage nach einer alternativen Nutzung der Turnhalle Birkenweg eingebracht worden. Sie hat diese insbesondere in den Kontext einer noch zu entwickelnden Infrastrukturstrategie der Gemeinde gestellt. Hinzu kommt, dass während der Planung und dem Bau der neuen Sporthalle die bestehende Birkenweghalle weiterhin als Turnhalle zur Verfügung stehen muss. Damit vertieft abgeklärt werden kann, ob und wie die bestehende Turnhalle Birkenweg zukünftig genutzt wird, will der Gemeinderat ein Nutzungskonzept erarbeiten. Es ist vorgesehen, parallel zur Erarbeitung des Projekts Neubau Turnhalle, den Bedarf und die Nutzung der Turnhalle Birkenweg abzuklären. Dafür soll eine separate Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Im Wesentlichen sind dabei folgende Varianten denkbar:

  • Sanierung und Erhalt als Sporthalle
  • Umnutzung für Kultur oder allfällige weitere Bedürfnisse von sozialen Institutionen

Projektbeschrieb, Gebäudestruktur und Erschliessung

Standort

Die Planungskommission hat vier Standortvarianten evaluiert. Die Standortvariante «Volley 2» wurde weiterverfolgt. Diese passt städtebaulich gut ins Schulareal, die Fensterfront richtet sich Richtung Norden aus. Weitere Vorteile sind das kompakte Volumen, der Zugang auf zwei Ebenen und dass der Fussballplatz und der Fitness-park21 nicht tangiert werden (Kosteneinsparung). Durch die Platzierung der Halle weiter Richtung Q20 Parkplatz kommt es zu weniger Immissionen für die Nachbarschaft

Hallengrösse

Der Aspekt Dreifachnutzen hat einen deutlichen Einfluss auf die sportliche Qualität einer Sporthalle. Obwohl die Stundentafel der Schule mit dem Erhalt der Einfach-Turnhalle Birkenweg mittelfristig mit nur einer zusätzlichen Einfach-Sporthalle abgedeckt werden könnte (mit dem Abbruch der Einfach-Turnhalle Birkenweg wäre eine neue Doppelhalle notwendig), erachtet es die Planungskommission und der Gemeinderat als notwendig und zukunftsgerichtet, den Bau einer neuen Sporthalle auf der Basis einer Dreifachnutzung zu planen. Dies explizit auch für das von der Planungskommission unterlegte Basisszenario, dass die Turnhalle Birkenweg auch zukünftig als Sporthalle genutzt wird. Damit wird eine vielseitige Sportnutzung garantiert. Für den Schulsport und die Vereine ergeben sich gerade für Anlässe durch die Möglichkeit einer Dreifachnutzung neue Perspektiven. Um eine uneingeschränkte Dreifachnutzung von drei kompletten Trainingsfeldern (A): Fussball, Handball, Basketball, Korbball, Unihockey (Kleinfeld), Faustball sowie Volleyball zu ermöglichen und gleichzeitig alle Bedingungen für ein offizielles Wettkampffeld in den oben erwähnten Ballsportarten zu erfüllen, ist eine Hallendimension von 45 x 25 m als Ganzes respektive 15 x 25 m (netto) für einen einzelnen Drittelsabschnitt geeignet.

Die Dimensionierung der vorgesehenen Halle entspricht damit nicht der BASPO-Norm für eine «Dreifachhalle» 49 x 28 m gemäss BASPO Planungsgrundlage 201 – Sporthallen. Mit dem Vorschlag der Planungskommission bzw. der Grösse von 45 x 25 m sind folgende Punkte nicht abgedeckt:

  • Nur 9 x Badmintonfelder anstatt 12 x Badmintonfelder
  • Turnierorganisation auf Elite-Stufe / Installationen für internationale Champions League Spiele nicht möglich
  • Zuschauer: Freier Raum für ausziehbare Tribüne längsseitig (500 Personen)

Dies erachtet die Planungskommission allerdings als vertretbar, insbesondere im Kontext des von Schule ausgewiesenen Bedarfes nach einer Zweifach-Halle und der zusätzlichen Option, dass der Birkenweg auch zukünftig sportlich genutzt werden könnte.

Aussenanlagen / Aussenraumgestaltung

Im Rahmen der Konzeptionierung wurden auch die durch den Hallenstandort zu ersetzenden Anlagen berücksichtigt: Beach-Volley Felder, Spielplatz, Leichtathletik (Kugelstoss- und Weitsprunganlage) und die Optimierungen des roten Platzes bezüglich Spielfeldanordnung. Es wird geprüft, ob an der zukünftigen Hallenwand Ost eine Ballwandfläche und an der Hallenwand West die Möglichkeit eines Kletterbereichs erstellt, sowie eine Finnenbahn eingeplant werden kann.

Durch die aktuelle Planung des Neubaus entsteht auf der Südseite ein ebenerdiger Zugang und eine grosszügige Überdachung. Zusammen mit der vorgesehenen Begegnungszone neben dem roten Platz ergibt sich ein stimmiges Bild das zum Verweilen einlädt. Ebenfalls bietet sich bei Anlässen die Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter eine kleine Gastwirtschaft im Aussenbereich zu führen.

Die Geräteräume sind von der Nordseite (für den Hallensport) und der Westseite (für den Aussensport) ebenerdig zugänglich. Im Westen gelangt man direkt auf den Fussballplatz, der auf dem Hallenniveau liegt.

Erschliessung und Parkierung

Die Erschliessung der Sporthalle (Logistik, Feuerwehr, Hauswart, Bring-Abholverkehr etc.) erfolgt ab dem Kreisel Q20. Für das Erstellen der Parkplätze besteht auf der Nordseite (beim Fitnesspark21) genügend Platz. Damit das Parkierungskonzept auch bei einem möglichen Bau der Spange Grünau Nord funktioniert, müssen die Normen hinsichtlich des Einbiegens in eine Kantonsstrasse erfüllt werden. Vorgesehen ist die Erstellung von 27 Parkplätzen.

Raumprogramm

Die Planungskommission hat ein detailliertes Raumprogramm beschrieben und mit Impressionen hinterlegt. Darin wurden die Rückmeldungen aus den Vereinsgesprächen integriert. Das Raumprogramm soll in einer nächsten Phase weiter konkretisiert werden und dient den offerierenden Gesamtleistern als Grundlage. Ein wichtiger Punkt im Raumprogramm ist, dass in der Turnhalle ein Mehrzweckraum mit Küche vorgesehen wird, der auf Vereinsbedürfnisse angepasst ist.

Funktion Vorgaben Dreifachhalle BASPO vorgesehene Dreifachturnhalle Sirnach
Sporthalle 49 x 28 x 9m 45 x 25 x 8m
Anzeigetafel (Scoreboard) Keine Angaben noch keine Angaben
Eingangsraum 50 m2 66 m2
Umkleideraum / Duschen / Abtrocknungszone 6 x 45 m2 6 x 45 m2
Raum Lehrerpersonen, inkl. Sanitätsraum 36 m2 36 m2
Geräteraum 240 m2 180 m2
Toiletten D4 x / H3 x + P4 D4-5 / H2 x + P3
Büro Hallenwart 10 m2 20 m2
Raum Reinigungsgeräte 15 m2 31 m2
Aussengeräteraum nach Bedarf 150 m2
Küche / Cateringraum mit Ausschank, Kiosk, Officebereich nach Bedarf 92 m2
Tribüne nach Bedarf Platz für ca. 300 Zuschauerinnen und Zuschauer im Bereich einer Zuschauergalerie geplant

Verfahren

Auf der Basis des vom Gemeinderat genehmigten Grobkonzepts und eines Anforderungskatalogs (Projektpflichtenheft, Nutzungs- und Raumprogramm) wird ein Projektleiter/-in gesucht. Die Wahl der externen Projektleitung erfolgt im freihändigen Verfahren. Von den Offerierenden wird ein Vorgehens- und Prozessvorschlag für die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerb mit einer entsprechenden Offerte für ihre Leistungen bis zur Urnenabstimmung über den Baukredit erwartet. Zuschlagskriterien sind damit nicht nur die Honorarofferte, sondern insbesondere auch die Kompetenz in Bezug auf Prozesse, Baukosten und Termine. Der Evaluationsprozess startete mit Genehmigung des Grobkonzeptes durch den Gemeinderat. Die definitive Vergabe wird erst ausgelöst nach Genehmigung des Planungskredites durch die Gemeindeversammlung.

Anschliessend startet die Präqualifikation, welche eine öffentliche Ausschreibung bedingt. Es sollen 3-5 Gesamtleister ausgewählt werden, damit diese in einer zweiten Phase ein konkretes Konzept mit Angabe der Kosten einreichen können.

Danach findet die Vertragsverhandlung mit dem im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählten Gesamtleisters (Totalunternehmung oder ARGE) mit gesicherten Kostengarantien statt. Der ausgewählte Gesamtleister wird zudem verpflichtet, wo möglich immer auch lokale und regionale Unternehmer zur Offerte einzuladen. Zwingend wird dabei sichergestellt, dass die Baukommission direkt Einfluss auf die Vergabeentscheide des Gesamtleisters nehmen kann, indem die jeweiligen Vergabeanträge von der Baukommission zu bewilligen sind und von ihr auch, unter Kostenfolge, übersteuert werden können. Damit wird ein Akzent zur Berücksichtigung des lokalen Gewerbes gesetzt. Die Zielkosten für das Gesamtprojekt werden mit CHF 10.65 Mio. Franken vorgegeben und beinhalten bereits CHF 300’000.00 für die Berücksichtigung des lokalen Gewerbes.

Terminplan

Bis 15. Dezember 2022

Vorbereitungsphase für die Botschaft zum Planungskredit CHF 30’000.00
Phase abgeschlossen, Kredit beansprucht mit CHF 20’621.55

Ab 15. Dezember 2022

Genehmigung Planungskredit an der Gemeindeversammlung
Leistungen externer Projektleiter Januar bis Dezember 2023:

  • Spezialisten (Statik, Geologie, HLKSE, Baurecht, Verkehr, Sport/Nutzungen) (ca. 100’000.-)
  • Entschädigung Wettbewerbsteilnehmer (5 x 20’000.- = ca. 100’000.-)
  • Jury, Visualisierungen, Anlässe, Reserven 65’000.-

Bis Dezember 2023

Vorbereitung und Durchführung des zweistufigen Gesamtleitungswettbewerbs CHF 265’000.00

Urnenabstimmung voraussichtlich am 9. Juni 2024

Botschaft an die Stimmberechtigten für den Baukredit für – im aktuellen Konzept anvisierte Zielkosten – von maximal 10.65 Mio. Darin enthalten sich auch:

  • Reserven
  • Planungskosten (CHF 265’000.00)
  • Erschliessung
  • Umgebung
  • CHF 300’000.00 für regionale Vergaben

Finanzielle Auswirkungen

Für die Gemeinde Sirnach fallen für den Bau einer Dreifachturnhalle voraussichtlich Investitionen von 10.65 Mio. Franken an. Dieser Betrag wird dem Gesamtleister als Zielkosten vorgegeben. Allfällige Subventionsbeiträge sind darin noch unberücksichtigt.

Rahmenbedingungen

CHF 10.65 Mio. Anlagekosten einer Dreifachhalle mit Erschliessung und Umgebung
33 Abschreibungsdauer in Jahren nach HRM2
2% Annahme Zinssatz für Fremdkapital
140% Stellenpensum Hauswartung für eine Dreifachhalle
CHF 100’000.00 Lohnkosten Brutto inkl. Lohnnebenkosten einer Vollzeitstelle
CHF 150’000.00 Steuerkraft: 1 Steuerprozent
0.30% jährlicher Anteil Anlagekosten in Erneuerungsfonds

Die Betriebskosten (Personal, Wasser, Abwasser, Strom, Heizung, Verbrauchsmaterial, Versicherung etc.) basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Anlagen.

Personalkosten CHF 100’000.00
Anschaffungen CHF 5’000.00
Energie, Wasser CHF 24’000.00
Verbrauchsmaterial CHF 6’000.00
Liegenschaftenunterhalt CHF 18’000.00
Geräteunterhalt CHF 4’000.00
Versicherungen CHF 4’000.00
Gebühren, Entsorgung CHF 2’000.00
Total jährliche Betriebskosten CHF 163’000.00

Durch den Wegfall der Schülertransporte ergeben sich jährliche Minderkosten von CHF 18’000.00. Die Installation einer PV-Anlage wird einesteils zu tieferen Energiekosten und andernteils zu Stromerträgen führen, die noch nicht beziffert werden können.

Jährliche Gesamtkosten

Für die Finanzierung der Investition kann dem Erneuerungsfond Baufolgekosten Schulliegenschaften ein Finanzierungsbeitrag von CHF 7.0 Mio. entnommen werden. Der Bestand des Erneuerungsfond beläuft sich per 31.12.2021 auf CHF 7’308’458.00. Damit reduziert sich die Abschreibungslast und damit die Auswirkung auf die Erfolgsrechnung substanziell.

Abschreibungen CHF 110’606.00
Zins Fremdkapital CHF 213’000.00
Betriebskosten CHF 163’000.00
Minderkosten Schülertransporte CHF -18’000.00
Minderkosten/Ertrag Solarstrom   p.m.
Total Jahreskosten CHF 468’606.00
Anzahl Steuerprozente   3.1

Konzept

Antrag

Der Gemeinderat und die Planungskommission haben das Projekt „Neue Turnhalle Sirnach“ an mehreren Sitzungen beraten. Die heute vorliegende Variante für die Planung eines Neubaus einer Dreifachhalle mit den Massen 45 m x 25 m x 8m erachtet der Gemeinderat als sinnvoll und nutzbringend. Die Turnhalle übernimmt damit eine zentrale Funktion im Sport/Vereinsleben und für gesellschaftliche Aktivitäten. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat den Stimmberechtigten, dem Planungskredit zuzustimmen.

Die Abstimmungsfrage lautet:

Wollen Sie dem Planungskredit für den Neubau einer Dreifachturnhalle in der Höhe von CHF 265’000.00 zustimmen?